Definition Was ist BMP?

Von MiR 2 min Lesedauer

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BMP ist die Abkürzung für Microsofts Windows „Bitmap“. Dabei handelt es sich um ein zweidimensionales Rastergrafikformat, das für Microsoft Windows sowie für OS/2 entwickelt wurde. Eingeführt wurden BMP-Dateien 1990 mit Microsoft Windows 3.0.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
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Bei Dateien mit der Endung „BMP“ handelt es sich um Bilddateien, bei denen das Bild rasterförmig aus einzelnen Bildpunkten (Pixeln) aufgebaut ist. Jedem Pixel lassen sich dabei eine bestimmte Anzahl von Farb- oder Grauwerten zuordnen.

Windows Bitmap gibt es in insgesamt drei Versionen. Die Version 3 ist hierbei am gebräuchlichsten; die später entwickelten Versionen 4 und 5 sind demgegenüber eher selten anzutreffen. Sie ermöglichen die Integration von Alphakanälen und das realisieren einer Farbkorrektur. Zudem können sowohl Version 4 als auch Version 5 als Containerformate für JFIF- und PNG-Dateien genutzt werden. Formate dieser Art sind allerdings lediglich selten als eigenständige Dateien aufgebaut. Zudem fehlt es an Unterstützung von entsprechenden Anwendungen. Stattdessen werden sie als internes Format in Microsoft- bzw. Windows-Programmen verwendet. Neben der klassischen Dateiendung bmp kommt auch manchmal dib zum Einsatz. Letzteres Kürzel steht dabei für device-independent bitmap.

Farbtiefe

Eine entsprechende BMP-Datei in der Version 3 verfügt dabei über eine Farbtiefe unterschiedlicher Art. Möglich ist diesbezüglich eine Farbtiefe von sowohl lediglich einem bpp (hier: bits per pixel; also: Bits je Bildpunkt)) als auch von vier, acht, 16, 24 oder 32 bbp. Allerdings müssen bei 16 sowie bei 32 bbp in der Regel nicht alle Bits tatsächlich genutzt werden. Farbkorrektur, Alphakanäle und Metadaten werden in der Windows Bitmap Version 3 dabei prinzipiell nicht unterstützt.

Speicherung

Ein Anwender kann wählen, ob er Windows Bitmaps verlustfrei mit einer Lauflängenkodierung (hier: RLE-Komprimierung) oder unkomprimiert speichert. Gerade erstere Variante gilt dabei als vergleichsweise schwaches Verfahren. BMP Dateien präsentieren sich daher deutlich größer als vergleichbare Formate wie beispielsweise PING. Daher können sie auch kaum für das Internet verwendet werden. Dafür verfügt das BMP-Format über einen relativ einfachen Aufbau. Weit verbreitet sind Windows Bitmaps vor allem im direkten Windows-Umfeld. In den jeweiligen Segmenten wird das Format problemlos von der gängigen Grafiksoftware unterstützt. Ausnahme bilden hierbei die exotisch anmutenden Farbtiefen 16 und 32 bpp.

Die Vorteile von Windows Bitmaps:

Windows Bitmaps von Microsoft sind zwar aufgrund ihrer Größe klar im Nachteil gegenüber den generell komprimierten Formaten, weisen dafür aber auch eine ganze Reihe von Vorteilen auf:

  • Windows Bitmaps lassen sich bereits im Arbeitsspeicher des jeweiligen Computers aus den vorhandenen Pixeldaten erstellen.
  • Dank der von Microsoft implementierten rasterartigen Anordnung ist ein einfacher und dabei effizienter Zugriff stets gewährleistet.
  • Die Bilddaten an sich müssen nicht verändert werden, wenn die jeweilige Farbtiefe respektive die Farbinformation geändert wird.
  • Zudem ist grundsätzlich eine einfache Ausgabe via rasterbasierten Ausgabegeräten – wie etwa einem Drucker oder Monitor – möglich.

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